Um den Bootspropeller im Wasser zu reinigen, stellen Sie den Motor ab, ziehen den Schlüssel und lassen jemanden an Bord. Dann tauchen Sie nur mit Handwerkzeug ab: einem fast flach angesetzten Spachtel, mit dem Sie die Seepocken Flügel für Flügel von der Nabe nach außen lösen, und einem grünen Scotch-Brite-Pad zum Nacharbeiten. Keine Chemie ins Wasser, kein Metall an die Flügelkanten oder auf einen beschichteten Propeller, und die Opferanode nur ansehen, nicht abkratzen. Was sich von Hand nicht löst, wartet auf das Auskranen: Dort erledigen Messingbürste, feines Nassschleifpapier und verdünnter Entkalker den Rest.
Zwei benachbarte Arbeiten haben eigene Ratgeber: das Unterwasserschiff im Wasser reinigen und eine Leine aus der Schraube befreien. Hier geht es nur um den Propeller, von der ersten Seepocke bis zur Beschichtung, die die nächsten bremst.
Wie reinigt man den Propeller im Wasser, Schritt für Schritt?
- Klären Sie, ob es erlaubt ist. Manche Häfen verbieten das Tauchen im Hafenbecken oder überlassen Arbeiten am Unterwasserschiff Fachbetrieben. Mehr dazu weiter unten.
- Sichern Sie das Boot. Motor aus, Zündschlüssel abgezogen und der Person an Bord übergeben, Batteriehauptschalter aus, Generator aus, Flagge „A“ gesetzt. Der Abschnitt zur Sicherheit erklärt jeden Punkt.
- Legen Sie das Material bereit. Einen Kunststoffspachtel, einen Malerspachtel für blankes Metall, ein grünes Scotch-Brite-Pad, Handschuhe (die Kanten der Seepocken schneiden), Maske und Flossen, einen Haltepunkt (eine straff unter dem Rumpf gespannte Leine oder einen Saugnapfgriff) und genug Luft: einen Atemzug für ein kurzes Abwischen, eine Mini-Tauchflasche für echtes Kratzen.
- Erster Tauchgang: ansehen, nicht anfassen. Flügel, Nabe, Welle, Wellenbock und Anode. Stellen Sie fest, aus welchem Metall der Propeller ist und ob er beschichtet ist: Davon hängt das Werkzeug ab. Beim Außenborder oder Z-Antrieb achten Sie auf Angelschnur, die sich um die Welle gewickelt hat.
- Kratzen Sie Flügel für Flügel, von der Nabe nach außen. Spachtel fast flach, leichte Züge, nie gegen die Kante. Halten Sie sich an der Welle oder Ihrer Leine fest, nicht an dem Flügel, den Sie bearbeiten. Fahren Sie danach mit der behandschuhten Hand darüber: Tom Neale, technischer Redakteur des BoatUS Magazine, schreibt in Soundings, dass sich junge Seepocken wie grobes Schleifpapier anfühlen und schon in diesem Stadium den Verbrauch erhöhen.
- Arbeiten Sie mit dem Pad nach. Bei leichtem Bewuchs reicht das grüne Scotch-Brite-Pad nach Erfahrung des US-Magazins Practical Sailor meist allein aus. Auf einem beschichteten Propeller nur ein weiches Tuch oder die behandschuhte Hand.
- Reinigen Sie Nabe, Welle und Wellenbock. Seepocken an diesen Stellen stören das Wasser, das in den Propeller strömt, wie der nächste Abschnitt zeigt.
- Sehen Sie sich die Anode an, kratzen Sie sie nicht blank. Hat sie etwa die Hälfte ihrer Größe verloren, planen Sie den Wechsel: Unser Ratgeber Opferanode am Boot wechseln zeigt, wie es geht.
- Hören Sie dort auf, wo das Handwerkzeug aufhört. Die kalifornische Küstenkommission verlangt in ihrem Merkblatt zur Reinigung im Wasser, das Boot auszukranen, wenn sich der Bewuchs nicht von Hand lösen lässt oder einen Metallschaber braucht, damit Farbe und Rückstände aufgefangen werden. Dasselbe Merkblatt verlangt, Reinigungsmittel aus dem Wasser herauszuhalten und nie eine sichtbare Farbwolke aufzuwirbeln. Wenden Sie beide Grenzen auf einen lackierten oder beschichteten Propeller an.
- Zurück an Bord: prüfen. Werkzeug und Flasche mit Süßwasser spülen. Vor jedem Motorstart sicherstellen, dass niemand mehr im Wasser ist. Dann bei Ihrer gewohnten Drehzahl die Geschwindigkeit mit der von vorher vergleichen.
Es hilft, die Arbeit aufzuteilen: ein Tauchgang zum Ansehen, einer je Flügelseite, einer für Nabe, Welle und Wellenbock. Mit einer Mini-Tauchflasche passt jeder davon in eine Füllung, wie der letzte Abschnitt zeigt.
Warum kostet ein bewachsener Propeller Fahrt und Kraftstoff?
Ein Propeller arbeitet wie eine Reihe kleiner Tragflächen. Wird ihre Oberfläche rau, greifen sie schlechter ins Wasser. Practical Sailor beziffert den Effekt: Ein Film aus Bewuchs und Kalk von etwa 1 mm kann den Wirkungsgrad des Propellers um 12 bis 15 % senken. Bei einem Faltpropeller, so das Magazin, reichen ein paar Seepocken an der falschen Stelle, damit die Flügel nicht mehr zuklappen.
Messungen an echten Booten zeigen in dieselbe Richtung.
| Quelle | Boot | Was der Bewuchs gekostet hat |
|---|---|---|
| Yachting Monthly (Großbritannien), 2021 | Segelboot Sadler 29, fester Zweiflügel-Propeller aus Bronze | 1,5 Knoten weniger unter Maschine am Saisonende. In der folgenden Saison, mit einer Silikonbeschichtung auf dem Propeller, blieb der Verlust unter einem halben Knoten. |
| BoatUS Magazine (USA), 2020 | Grand Banks 32, knapp 8 Tonnen, ein Vierflügel-Propeller mit 24 Zoll (61 cm) | Nach Reinigung und Beschichtung: ein halber Knoten mehr bei gleichen 1.800 U/min (vorher 8 Knoten), weniger Vibrationen, rund 3,8 Liter weniger Kraftstoff auf einer Strecke von 80 Meilen. |
| Practical Sailor | Bronzepropeller | Etwa 1 mm Bewuchs und Kalk: 12 bis 15 % weniger Wirkungsgrad. |
| IMO, Portal GreenVoyage2050 | Handelsschiffe | Propeller polieren: 3 bis 4 % weniger Kraftstoff für die Hauptmaschine. |
Welle und Wellenbock zählen ebenfalls. Im Magazin Cruising World erklärt der Bordsystem-Fachmann Steve D’Antonio, dass Seepocken auf der Welle genug Verwirbelung erzeugen, um die Anströmung des Propellers zu stören: weniger Wirkungsgrad, mehr Geräusche und Vibrationen. Bei einem Diesel kann ein bewachsener Antrieb bis zur Überlastung führen, mit schwarzem Rauch und örtlicher Überhitzung. Die YACHT ergänzt, dass eine Unwucht, ob durch einen beschädigten Flügel oder durch Muschelbewuchs, Wellen, Lager und Getriebe ernsthaft schädigen kann.
Eine einfache Gewohnheit warnt Sie rechtzeitig. Notieren Sie mit sauberem Propeller bei ruhigem Wasser Ihre Geschwindigkeit bei fester Drehzahl, so wie der BoatUS-Redakteur wusste, dass sein Boot bei 1.800 U/min 8 Knoten lief. Bringt dieselbe Drehzahl weniger Fahrt, sehen Sie zuerst nach dem Propeller, bevor Sie den Motor verdächtigen.
Wie reinigt man den Propeller an Land?
Steht das Boot an Land oder auf dem Trailer, oder ist der Außenborder ganz hochgeklappt, arbeiten Sie bequem und können kräftigere Mittel einsetzen. Ziehen Sie vorher den Schlüssel und schalten Sie den Hauptschalter aus: Diese Warnung gibt Practical Sailor für jede Arbeit am Propeller.
- Waschen Sie, solange er nass ist. In ihrem Beitrag zur Propeller-Pflege rät die YACHT, den Propeller gleich nach dem Auskranen mit dem Schlauch oder Hochdruckreiniger abzuspritzen: Je mehr Bewuchs nass abgeht, desto leichter wird der Rest.
- Erst spachteln, dann bürsten. Den Spachtel für den harten Bewuchs, eine harte Bürste für den weichen Rest.
- Gehen Sie behutsam an die Muschelreste. Die kalkigen Ringe, die Seepocken hinterlassen, brauchen eine Metallbürste, am besten mit Messingdraht, weil dieser keine Rostspuren hinterlässt, oder Nassschleifpapier mit 80er-Körnung oder feiner. Es geht darum, den Bewuchs zu entfernen, nicht den Flügel anzuschleifen, betont die YACHT. Reinigen Sie auch die Nabe.
- Ein Entkalker für Hartnäckiges. Für die Winkel eines Faltpropellers empfiehlt Practical Sailor Barnacle Buster. Das Konzentrat wird zwischen 20 zu 1 und 5 zu 1 verdünnt, beginnend mit der schwächsten Mischung. Geben Sie die Säure ins Wasser, nie umgekehrt, mit Schutzbrille und Handschuhen. In den Tests des Magazins an Messing und Kupfer richtete nur Salzsäure messbaren Schaden an, nach langem Einweichen.
- Schmieren Sie einen Falt- oder Drehflügelpropeller neu. Säure wäscht das Fett aus. Folgen Sie der Anleitung des Herstellers: Manche Propeller werden jedes Jahr ganz zerlegt, andere nur gereinigt.
- Kümmern Sie sich um die Anode. Ein paar Züge mit der Drahtbürste aktivieren sie wieder, so Practical Sailor. Tauschen Sie sie, bevor sie die Hälfte ihrer Größe verloren hat.
- Beim Außenborder oder Z-Antrieb den Propeller ab und zu abnehmen. Yamaha empfiehlt, nach Angelschnur auf der Propellerwelle zu suchen, die Welle mit Marinefett zu schmieren, einen neuen Splint einzusetzen und die Mutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen. Achten Sie dabei auf verbogene Flügel, Kerben oder Risse: Laut Yamaha kosten sie Leistung und können schädliche Vibrationen verursachen.
Bronze, Edelstahl oder Aluminium: welches Werkzeug für welchen Propeller?
Das Metall entscheidet, was Sie verwenden dürfen. Ein Blick auf den Propeller oder in die Bootsunterlagen verrät es.
| Propeller | Zum Reinigen | Nur an Land | Zu vermeiden |
|---|---|---|---|
| Bronze oder Messing, blank | Spachtel, Messingbürste, Nassschleifpapier 80er-Körnung oder feiner, Scotch-Brite | Entkalker vom Typ Barnacle Buster, verdünnt | Langes Einweichen in Salzsäure. Kupferhaltiges Rumpf-Antifouling: Die edlere Bronze zehrt dessen Biozid auf, schreibt Practical Sailor. |
| Edelstahl, blank | Spachtel, Messingbürste, Scotch-Brite | Für verbliebene Flecken die Tipps von Yamaha für die meisten Propeller: Felgenreiniger höchstens 30 Sekunden einwirken lassen, abspülen, Wachs | Stahlbürsten, die Rostspuren hinterlassen können |
| Aluminium, lackiert | Kunststoffspachtel und weiches Pad: Der Bewuchs soll ab, nicht der Lack | Nur Mittel, deren Etikett Aluminium zulässt | Jedes kupferhaltige Antifouling, das laut YACHT zu elektrolytischer Korrosion führen kann |
| Jeder Propeller mit glatter Beschichtung | Weiches Tuch, Schwamm, behandschuhte Hand | Mit Süßwasser abspülen | Spachtel, Pad, Schleifpapier. Propspeed oder Prop One etwa müssen laut Practical Sailor vor jeder Neubeschichtung bis aufs Metall entfernt werden. |
Halten Sie das Werkzeug bei jedem Metall von den Flügelkanten fern. Eine Kerbe ist kein Schönheitsfehler: Yamaha zählt sie zu den Schäden, die Leistung kosten.
Kann man mit einem beschädigten Propeller weiterfahren?
Nur so weit wie nötig, mit niedriger Drehzahl und nur, solange die Vibrationen schwach bleiben. Werden sie stärker, stoppen Sie und lassen Sie sich schleppen. Yamaha erklärt, dass verbogene Flügel, Kerben und Risse Leistung kosten und schädliche Vibrationen verursachen können, und rät, den Propeller prüfen zu lassen. Die YACHT erinnert daran, dass eine Unwucht Wellen, Lager und Getriebe ernsthaft schädigen kann. Beim Außenborder nennt Yamaha eine sinnvolle Kontrolle nach jedem Zwischenfall: Was sich um die Propellerwelle wickelt, kann deren Dichtungen einschneiden und Wasser ins Getriebegehäuse lassen, und milchiges Getriebeöl zeigt Wasser an, ein Fall für eine Druckprüfung der Dichtungen.
Bewuchs und Schäden gehen oft zusammen. Ist der Propeller sauber, sehen Sie sich die Kanten genau an: Eine Kerbe unter den Seepocken zeigt sich erst nach dem Kratzen.
Welches Antifouling hält wirklich auf dem Propeller?
Ein Propeller lässt sich schwer schützen. Die YACHT nennt ein Beispiel: Die Spitze eines 14-Zoll-Propellers hinter einem 2:1-Getriebe bewegt sich bei 2.000 Motorumdrehungen mit 67 km/h durchs Wasser. Und die meisten herkömmlichen Antifoulings haften kaum oder gar nicht auf einem unbehandelten Metallpropeller, so Cruising World. Yachting Monthly unterscheidet drei Wege: blankes, poliertes Metall, glatte Beschichtungen auf Silikonbasis und biozidhaltige Propellerfarben. Daneben gibt es zwei einfachere Möglichkeiten.
- Glatte Antihaft-Beschichtungen (Propspeed, Prop One, Prop Defender, Silic One von Hempel). Sie kommen ohne Biozid aus und setzen auf eine Oberfläche, an der sich Organismen kaum halten. Aus der Praxis: Der BoatUS-Redakteur fand seinen Propeller nach einem Jahr Propspeed praktisch sauber, ein Produkt, das er für den Test kostenlos erhielt und mit 400 Dollar für ein Jahr Schutz beziffert; der Vertreter der Marke nannte 12 bis 18 Monate zwischen zwei Anwendungen. Yachting Monthly hielt den Fahrtverlust mit Prop Defender sechs Monate lang unter einem halben Knoten, auch wenn sich Röhrenwürmer festsetzten. Die YACHT zitiert eine niederländische Studie von 2020 auf Testplatten: Silic One schnitt in strömendem Salzwasser recht gut ab, in stehendem Salzwasser kaum.
- Biozidhaltige Propellerfarben wie Velox Plus, dessen Wirkstoff laut Yachting Monthly Zinkpyrithion ist. In den Tests von Practical Sailor hielten Velox und Prop One auf einem Katamaran in Sydney rund 21 Monate, während dieselben beiden Produkte in der Chesapeake Bay nach weniger als sechs Monaten nachließen. Gleiche Produkte, anderes Revier.
- Epoxid-Primer und Hart-Antifouling. Cruising World beschreibt die Methode: Metall anschleifen, entfetten, einen Epoxid-Primer als Haftvermittler auftragen, dann ein hartes statt eines selbstpolierenden Antifoulings, unter genauer Einhaltung der Überstreichzeiten. Practical Sailor fügt eine Bedingung hinzu: keine kupferhaltigen Farben.
- Zinkspray. Barnacle Barrier von Pettit schützte den Propeller von Practical Sailor ein Jahr lang in der Chesapeake Bay, genug für ein Boot, das jährlich ausgekrant wird. Einige Leser berichteten von schwächeren Ergebnissen.
- Fett oder Politur. In Revieren mit geringem Bewuchsdruck reicht laut YACHT oft eine jährliche Reinigung samt Politur, eventuell auf Teflonbasis, oder sogenanntes Propellerfett. In der niederländischen Studie hielt schon Melkfett die Testplatten im Süßwasser frei von Bewuchs.
Drei Regeln gelten für alle Produkte. Die Vorbereitung entscheidet: Für Propspeed beschreibt BoatUS das Entfernen jeder alten Beschichtung und allen Bewuchses, Schleifen mit 80er-Körnung und Abwischen mit Lösemittel. Keine Beschichtung gehört auf die Anode: BoatUS ist da eindeutig. Und ein Biozid muss dort zugelassen sein, wo Sie es auftragen: In den Niederlanden, berichtet die YACHT, gibt es kein zugelassenes biozidhaltiges Propeller-Antifouling, dort bleiben nur biozidfreie Lösungen. Das Umweltbundesamt unterstützt ausdrücklich biozidfreie Alternativen, nachdem eine Untersuchung von 50 deutschen Sportboothäfen im Jahr 2013 Kupfer und organische Biozide nachgewiesen hatte, teils in besorgniserregender Konzentration.
Wie oft sollte man den Propeller reinigen?
Einen festen Rhythmus gibt es nicht. Practical Sailor rät, den Propeller mehrmals pro Saison zu kontrollieren und Seepocken zu entfernen, solange sie noch weich sind und sich nicht verankert haben; bei einem Faltpropeller ist eine mindestens jährliche Wartung Pflicht. Das kalifornische Merkblatt setzt die Gegengrenze: oft kontrollieren, nur reinigen, wenn der Bewuchs es verlangt. Zwei Signale zeigen, dass es so weit ist:
- Bei Ihrer Referenzdrehzahl sinkt die Geschwindigkeit, oder der Motor erreicht sie nur mühsamer;
- die behandschuhte Hand spürt auf dem Flügel das grobe Schleifpapier, das Tom Neale beschreibt.
Alle paar Wochen gereinigt, braucht der Propeller ein paar Minuten und ein Pad. Sich selbst überlassen, wird er zum Fall für das Auskranen.
Darf man den Propeller im Hafen reinigen, oder braucht es einen Berufstaucher?
Das regelt die Hafenordnung Ihres Liegeplatzes: Fragen Sie beim Hafenmeister nach, bevor Sie ins Wasser gehen. Manche Häfen verbieten das Tauchen im Becken oder lassen Arbeiten im Wasser nur von Fachbetrieben ausführen, wie unser Ratgeber zum Unterwasserschiff im Wasser zeigt. Drei Fragen: Ist Tauchen am Liegeplatz erlaubt, muss ein Dienstleister ran, und gilt der Propeller wie der Rumpf?
Anderswo sind die Regeln noch strenger. In Kalifornien schreibt eine Verordnung des Los Angeles County seit 2018 in Marina del Rey jedem, der einen Rumpf im Wasser reinigt, ob Profi oder Eigner, eine Zertifizierung in guter Praxis vor und verbietet jede Reinigung, die eine sichtbare Farbwolke hinterlässt.
Ein Berufstaucher lohnt sich, wenn der Propeller stark bewachsen ist, das Wasser trüb oder kalt, niemand an Bord sich unter dem Heck wohlfühlt oder der Hafen es vorschreibt. Fragen Sie, ob er einen beschichteten Propeller reinigen kann, ohne die Beschichtung zu beschädigen, und ob er über Anode, Welle und Flügelkanten berichtet, mit Fotos.
Sicherheit: Was geklärt sein muss, bevor jemand unter das Heck taucht
- Motor aus, Schlüssel ab, Hauptschalter aus. BoatUS beginnt jede Arbeit am Propeller mit abgestelltem Motor und abgezogenem Schlüssel, und Practical Sailor sagt, die Warnung gelte dreifach, wenn das Boot im Wasser liegt.
- Auch ein stehender Propeller ist gefährlich. Das Netzwerk DAN, das sich der Sicherheit von Tauchern widmet, rät, immer Abstand zum Propeller zu halten, weil er auch stillstehend verletzen kann, und vor dem Start zu prüfen, dass niemand am oder unter dem Boot ist.
- Auch den Generator abstellen. Die US-Küstenwache mahnt, alle von den Auspufföffnungen von Motor und Generator fernzuhalten und nie unter eine Badeplattform zu tauchen, an der ein Auspuff austritt, solange der Bereich nicht gelüftet ist. Kohlenmonoxid sammelt sich genau dort, wo Sie arbeiten.
- Flagge „A“ setzen. Auf deutschen Binnenschifffahrtsstraßen schreibt § 8.12 der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung vor, dass ein Fahrzeug, von dem aus Taucherarbeiten durchgeführt werden, bei Tag und Nacht die weiß-blaue Flagge „Alpha“ führt, von allen Seiten sichtbar und nachts angestrahlt. Auf See zeigt ein kleines Fahrzeug bei Taucherarbeiten nach den internationalen Kollisionsverhütungsregeln (Regel 27) eine feste Nachbildung der Flagge A von mindestens 1 m Höhe.
- Nie allein. BoatUS sagt es deutlich. Jemand bleibt an Bord, behält den Schlüssel und weiß, wie man Hilfe ruft.
- Bis zur Oberfläche durchatmen. Mit Druckluft hält man beim Auftauchen nie die Luft an. Das DAN-Magazin Alert Diver berichtet, dass schon ein Aufstieg von etwa 1,5 Metern mit angehaltenem Atem eine arterielle Gasembolie auslösen kann.
Wie lange bleibt man mit einer Mini-Tauchflasche unter dem Propeller?
Beim Apnoetauchen geht ein guter Teil jedes Tauchgangs für Ab- und Auftauchen drauf. Mit einer Mini-Tauchflasche bleiben Sie vor dem Propeller und machen einen Flügel fertig, bevor Sie auftauchen. Die OXSEA-Reihe umfasst drei Flaschen.
- OX500: 0,5 Liter Luft bei 200 bar, bis zu 8 Minuten, wird im Mund gehalten.
- OX500Plus: dasselbe Volumen, lässt sich aber auch mit Gurtzeug und externem Atemregler auf dem Rücken tragen. Eine Hand hält die Welle, die andere führt den Spachtel.
- OX1000: 1 Liter bei 200 bar, etwa 15 Minuten, auf dem Rücken.
Das sind Höchstwerte, bei ruhiger Atmung nahe der Oberfläche. Kratzen ist Anstrengung und verkürzt sie: Behalten Sie das Manometer im Blick und tauchen Sie mit Luftreserve auf. Stoppen Sie den ersten Arbeitstauchgang, dann kennen Sie Ihr echtes Tempo.
Zwischen den Tauchgängen gibt das Befüllen den Takt vor: etwa 20 Minuten mit der Handpumpe für eine 0,5-Liter-Flasche (die Pumpe passt nicht zur OX1000), etwa 12 Minuten für 0,5 Liter und 20 Minuten für 1 Liter mit dem Minikompressor an der Bordbatterie. Das Set OX500Plus mit Handpumpe braucht keinen Strom, das Set OX1000 mit Minikompressor passt zu längeren Einsätzen. Unsere Ratgeber zum 12-V-Tauchkompressor an Bord und zur Sicherheit der Mini-Tauchflasche ergänzen das Thema.
Häufige Fragen zur Propellerreinigung
Wie entfernt man Seepocken vom Propeller?
Lösen Sie sie mit einem fast flach angesetzten Spachtel, Flügel für Flügel von der Nabe aus, und arbeiten Sie mit einem grünen Scotch-Brite-Pad nach. An Land entfernen eine Messingbürste oder Nassschleifpapier mit 80er-Körnung oder feiner die Muschelreste, und ein verdünnter Entkalker wie Barnacle Buster reinigt die Winkel. Im Wasser nur Handwerkzeug.
Kann man den Propeller reinigen, ohne ihn abzubauen?
Ja. Im Wasser reichen Spachtel und Pad für den meisten Bewuchs, mit abgestelltem Motor, abgezogenem Schlüssel und jemandem an Bord. Beim Außenborder lohnt es sich trotzdem, den Propeller ab und zu abzunehmen, um nach Angelschnur auf der Welle zu sehen und sie zu schmieren, wie Yamaha empfiehlt.
Kann man mit einem beschädigten Propeller fahren?
Nur mit niedriger Drehzahl, so weit wie nötig, und nur, solange die Vibrationen schwach bleiben. Yamaha warnt, dass verbogene Flügel, Kerben und Risse schädliche Vibrationen verursachen können, und rät zur Prüfung. Kontrollieren Sie beim Außenborder danach das Getriebeöl: Ist es milchig, ist Wasser eingedrungen.
Was sollte man auf einem Propeller nie verwenden?
Langes Einweichen in Salzsäure, das in den Tests von Practical Sailor messbaren Schaden anrichtete. Kupferhaltiges Antifouling auf einem Aluminiumpropeller oder -antrieb. Spachtel, Pad oder Schleifpapier auf einer glatten Beschichtung. Und jede Farbe auf der Anode.
Kann man Rumpf-Antifouling auf den Propeller streichen?
Nicht einfach ein kupferhaltiges Antifouling: Es haftet kaum auf blankem Metall, und auf Bronze verbraucht sich sein Biozid. Was hält, sind Epoxid-Primer mit Hart-Antifouling, eine spezielle Propellerbeschichtung oder Zinkspray, jeweils mit sorgfältiger Vorbereitung.
Wie oft sollte man den Bootspropeller reinigen?
Sobald sich Bewuchs zeigt, am besten solange die Seepocken noch weich sind. Practical Sailor rät zu mehreren Kontrollen pro Saison. Ein Fahrtverlust bei gewohnter Drehzahl ist das verlässlichste Signal.
Wie lange reicht eine Mini-Tauchflasche für die Propellerreinigung?
Bis zu 8 Minuten mit einer OX500 oder OX500Plus (0,5 Liter) und etwa 15 Minuten mit einer OX1000 (1 Liter), bei ruhiger Atmung nahe der Oberfläche. Kratzen beschleunigt die Atmung: Rechnen Sie mit weniger und planen Sie einen Tauchgang pro Flügelseite.
